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Frank Nagel

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Frank Nagel

Ich bin mit Leidenschaft Netzwerker in Sachen Mobilität. Management und Kommunikation faszinieren mich. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit auf allen Schienen sind mein Metier. Organisation und Forschung gehören zu meinen Interessen.

VGF steigt später auf Ökostrom um

27.10.19

Artikel der FR

Dezernent: Kohlestrom-Vertrag wird Ende 2020 gekündigt / Klimadebatte im Römer

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) steigt nicht
Ende 2019, sondern frühestens Ende 2020 aus dem Kohlestromvertrag
mit dem Energiekonzern Mainova aus. Das sagte Verkehrsdezernent
Klaus Oesterling (SPD) am Rande der Klimadebatte am
Donnerstag in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.
Ein stufenweiser Umstieg der Stromversorgung der VGF auf
Ökostrom sei ab 2023 geplant. Bislang fahren rund 55 Prozent
der Straßenbahnen und U-Bahnen in Frankfurt mit Kohlestrom.
Bis 2025 will die Stadt komplett aus dem Kohlestrom aussteigen.
Dann soll auch das Heizkraftwerk West, das Steinkohle verbrennt,
auf Gas umgestellt sein. Die Vorhaben zum Klimaschutz
hatte der Magistrat am Mittwoch vorgestellt. Dazu zähle
unter anderem der Ausbau der Fernwärme zum Frankfurter Zoo,
wodurch rund 40 Prozent CO2 eingespart werden sollen. Davon
kann auch das Kinder- und Jugendtheater profitieren, das im
Zoo-Gesellschaftshaus entstehen soll und welches die Stadtverordneten
am Donnerstag beschlossen. „Beim Klimaschutz nehmen
wir die Mahnungen der jungen Generation auf“, sagte der CDUFraktionsvorsitzende Nils Kößler.
Frankfurt werde zusätzliche Bäume pflanzen, in die Nutzung von
Brauchwasser einsteigen und eine kommunale CO2-Bepreisung einführen.
Die kommunale CO2-Bepreisung komme bei Bauprojekten
zum Einsatz, führte Ursula auf der Heide (Grüne) aus. Ausgegangen
werde vom Passivhausstandard. Abweichungen würden bepreist.
Das könne als Modell für weitere Kommunen dienen, sagte
sie. Zur Umstellung des Heizkraftwerks West von Kohle auf
Gas sagte sie: „Wir benötigen Gas als Energieträger. Sorry, Fridays
for Future.“ Ursula Busch, die Fraktionsvorsitzende
der SPD, nannte weitere Maßnahmen, für welche sich
die Koalition einsetze: Trinkbrunnen mit Leitungswasser, Entsiegelungen,
Lastenfahrräder für kleine Unternehmen, Wasserflaschen
mit einem halben Liter zum Preis von einem Euro in der Innenstadt,
Abwrackprämien für Mopeds. „Leute, wollt ihr uns verarschen?“,
sagte Martin Kliehm, der Ko-Fraktionsvorsitzende der Linken.
Er warf der Regierungskoalition vor, mehr als eine halbe
Stunde Redezeit zum Tagesordnungspunkt Fernwärme im Zoo
gekapert zu haben, um die Aussagen der Pressekonferenz zu wiederholen.
Dies sei „respektlos“ gegenüber der Opposition. Auch habe die
Koalition den Antrag der Linken abgelehnt, den Klimanotstand
auszurufen. Bei allen künftigen Entscheidungen sollte aufs Klima
geachtet werden, sagte Kliehm. Hart ging der Stadtverordnete
Manfred Zieran (Ökolinx) mit der Klimapolitik der Koalition ins Gericht.
Frankfurt baue Frisch- und Kaltluftschneisen zu. Die Fernwärme
sei fossil, nicht regenerativ. Solarenergie in Frankfurt sei
unterentwickelt. „Kohleausstieg sofort, macht ihr nicht, Photovoltaik
aufs Dach, macht ihr nicht“, sagte Zieran.
Michael Bross, Stadtverordneter der FDP im Römer, begrüßte
den geplanten Ausbau der Fernwärme. Dieser sollte sogar deutlich
forciert werden. Unrealistisch sei die Annahme, das binnen kürzester
Zeit Tausende von Frankfurter Haushalten ihre Gas- und
Ölheizungsanlagen auf andere Energieträger umstellen könnten.

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