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Frank Nagel

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Newsroom ÖPNV

Frank Nagel

Ich bin mit Leidenschaft Netzwerker in Sachen Mobilität. Management und Kommunikation faszinieren mich. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit auf allen Schienen sind mein Metier. Organisation und Forschung gehören zu meinen Interessen.

Signal auf Grün fürs Tram-Konzept

25.07.19

Artikel der Frankfurter Neuen Presse

Signal auf Grün fürs Tram-Konzept

Nahverkehr Neue Straßenbahn-Ideen von Dezernent Oesterling stoßen auf breite Zustimmung - Forderungen nach noch mehr

Breite Zustimmung erntet das neue Straßenbahnkonzept. Verkehrsdezernent
Klaus Oesterling (SPD) hatte es vor wenigen Tagen
in dieser Zeitung angekündigt. Koalitionspartner CDU und Grüne
wie auch die Römer-Opposition fordern sogar, dass der Ausbau
im Nahverkehr noch umfangreicher ausfallen und bitte auch
schnell umgesetzt werden soll. VON DENNIS PFEIFFER-GOLDMANN
Frankfurt. Mitten in der dritten Hitzewelle des Sommers ist der
nachmittägliche Fußweg von der U-Bahn-Haltestelle nach Hause keine
Erholung für Annette Rinn. Zufrieden ist die Fraktionsvorsitzende
der FDP im Römer und „überzeugte ÖPNV-Nutzerin“ dennoch – und
zwar darüber, dass der Nahverkehr in der Stadt erheblich ausgebaut
werden soll. Dafür hatte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD)
jüngst in dieser Zeitung angekündigt, bis Jahresende ein neues Straßenbahnkonzept vorzulegen. Den Ausbau des Nahverkehr fordert
auch Annette Rinn: „Es ist mit das Dringendste, was wir machen
müssen.“ Dass Oesterling den Fokus auf das Straßenbahnnetz lege,
sei richtig. „Dieses auszubauen ist deutlich schneller und günstiger.“
Allerdings kritisiert die Oppositionspolitikerin, dass die Planungen
sehr lange dauerten. „Wenn das Personal im Verkehrsdezernat dafür
nicht reicht, müssen mehr Planungsaufträge nach außen gegeben
werden“, fordert sie. Da die Stadt ja sehr stark wachse, „brauchen wir
schnelle Ergebnisse“, sagt Rinn. CDU: Umgehend handeln
Schnelleres Vorgehen fordert auch der Koalitionspartner CDU vom
SPD-Verkehrsdezernenten. Bei den Ausbauvorhaben sei „umgehend zu
handeln, damit die Fahrgäste nicht wieder mehrere Jahre auf eine Verbesserung warten müssen“. Das erklären der verkehrspolitische Sprecher
der CDU-Fraktion im Römer, Martin Daum, und CDU-Verkehrsexperte
Frank Nagel. Sie fordern Oesterling auf, nicht nur – wie bisher
vorgesehen – 45 neue Straßenbahnen vom Typ T zu kaufen, sondern
die Bestellung auf die maximal möglichen 53 Fahrzeuge aufzustocken.
Die bisherige Bestellung diene nur dem Ersatz alter Fahrzeuge,
jedoch müsse das Angebot für die Fahrgäste ausgebaut werden.
Unterstützung kommt von den CDU-Politikern für die Pläne aus
Oesterlings Dezernat, die neuen Straßenbahnen um ein Mittelteil
von 31 auf 38 Meter zu verlängern. Das bis Jahresende angekündigte
Konzept solle der Dezernent umgehend vorlegen, fordern Daum und
Nagel. Oesterling hatte avisiert, dass durch den Tausch von Linienästen
die Elektrische gleichmäßiger ausgelastet und danach der Takt stark
nachgefragter Linien verstärkt werden könne. Diese Tram-Linien sollten
dann in der Hauptverkehrszeit im Fünf-Minuten-Takt fahren, fordern
die CDU-Politiker. Der ebenfalls angekündigte Ausbau
der Straßenbahn-Haltestelle Hauptbahnhof von heute zwei auf
vier Gleise müsse „kurzfristig erfolgen“, drängen die Christdemokraten.
Zuletzt war nur ein Ausbau dieser Haltestelle auf drei Gleise
vorgesehen gewesen. Umgesetzt werden soll dieser Umbau, wenn
der Platz vor dem Hauptbahnhof bis 2023 umgestaltet werden soll.
„Verbesserungen im Straßenbahnnetz sind immer gut“, findet
Grünen-Verkehrspolitiker Wolfgang Siefert. Allerdings reißen ihn Oesterlings
Vorhaben nicht vom Hocker: „Das ist alles nichts Neues.“
So sei die Verlängerung der Straßenbahnlinie
11 in Höchst zum Bahnhof längst beschlossen, die
Prüfung der Strecke ins Gutleutviertel auch schon vorgesehen.
Die Verkürzung des Grundtakts der Straßenbahn von 15 auf 10 Minuten
sowie die Verlängerung der T-Wagen findet Siefert gut. „Es ist
sinnvoll, den ÖPNV auszubauen, um die Leute vom Auto wegzuholen.“
Allerdings sei der Ausbau aufwendig und koste viel Zeit. „Wir
warten aktuell auf jede Menge Vorschläge zum Dieselfahrverbot“,
mahnt der Grünen-Politiker an. „Das ist jetzt noch dringender.“
Linke: Ring schließen Viele der Vorhaben hätten die Linken
in den vergangenen Jahren schon beantragt, erinnert deren
Verkehrsexperte Martin Kliehm. Die Anträge seien aber abgelehnt
worden. Oesterlings aktuelle Vorschläge seien „nicht ausreichend“.
Beispielsweise müsse schnell „eine echte Ringlinie“ entstehen, um die
Innenstadt zu entlasten – während der Verkehrsdezernent nur einen
halben Ring plane von Neu-Isenburg via Dornbusch bis Bornheim.
Grundsätzlich bevorzuge die Linke den Straßenbahn- gegenüber
dem U-Bahn-Ausbau. Deshalb fordert Kliehm den Bau einer Straßenbahnstrecke
auf den Sachsenhäuser Berg. „Das lässt sich schneller realisieren.“
Hingehen will FDP-Fraktionschefin Rinn die Prüfung beider
Optionen abwarten: „Dort könnte eine Straßenbahn problematisch
sein, weil es sehr viel Verkehr gibt.“ Die Nachfrage könne eine vom
Südbahnhof verlängerte U-Bahn womöglich besser bewältigen.

 

 

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